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ASV Hof dreht Rückstand zum Heimsieg


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Der ASV Hof hat im Kampf um wichtige Punkte in der Regionalliga Bayern ein deutliches Zeichen gesetzt. Vor rund 500 begeisterten Zuschauern in der Jahnhalle besiegten die Hofer den SC Anger mit 22:12 und feierten damit ihren zweiten Heimsieg der Saison. Dabei sah es zunächst nicht nach einem erfolgreichen Abend für die Gastgeber aus. Nach zwei verlorenen Kämpfen und einer umstrittenen Entscheidung lag der ASV bereits mit 0:12 zurück. Doch die Mannschaft zeigte eine geschlossene Leistung, kämpfte sich eindrucksvoll zurück und sicherte sich mit sieben Einzelsiegen in Folge auf der Matte schließlich verdient beide Punkte.

Umstrittene Entscheidung schon vor Kampfbeginn
Noch bevor der erste Ringer die Matte betrat, gab es reichlich Gesprächsstoff. Der für die Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm vorgesehene Abubakar-Syddik wurde wegen einer vom Kampfrichter festgestellten Hautauffälligkeit nicht zum Kampf zugelassen. Die vier Mannschaftspunkte gingen damit kampflos an den SC Anger. Beim ASV Hof stieß diese Entscheidung auf großes Unverständnis. Nach Einschätzung der Hofer Verantwortlichen handelte es sich um pubertätsbedingte Hautunreinheiten. Besonders ärgerlich war aus Vereinssicht, dass der Ausgang der Begegnung dadurch bereits vor dem ersten Kampf beeinflusst wurde.

Schwieriger Auftakt für die Hofer
Auch sportlich begann der Abend denkbar ungünstig. Im Schwergewicht stand Max Osterhoff dem international erfahrenen Simon Kopany Laszlo gegenüber. Bei rund 25 Kilogramm Gewichtsunter-schied hatte der Hofer eine ausgesprochen schwere Aufgabe zu bewältigen. Der ungeschlagene Angerer ließ nichts anbrennen und gewann durch Schultersieg. Anschließend musste der junge Samuel Varinek in der Gewichtsklasse bis 61 Kilogramm griechisch-römisch gegen Maximilian Hinterströsser antreten. Für den noch unerfahrenen Hofer war es eine große Herausforderung. Varinek stellte sich dieser Aufgabe beherzt, musste sich seinem routinierten Gegner jedoch technisch überlegen geschlagen geben. Damit führte Anger bereits mit 12:0, ehe Fabian Ruder die Wende einleitete.

Fabian Rudert und Felix Marek bringen Hof zurück
Im Freistilkampf bis 98 Kilogramm traf Fabian Rudert auf Benedikt Argstatter. Beide lieferten sich ein intensives Duell, in dem der Hofer Trainer seinen Gegner zunehmend unter Druck setzte. Trotz eines 2:3-Rückstands blieb Rudert konzentriert. Kurz vor Schluss sicherte er sich mit einem beherzten Angriff und einer damit verbundenen Verwarnung gegen den Angerer den knappen 4:3-Erfolg.
Felix Marek setzte anschließend in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm ein weiteres Ausrufezeichen. Gegen Andreas Hocheder bestimmte er von Beginn an das Geschehen. Nach einer 2:0-Pausenführung erhöhte Marek das Tempo und baute seinen Vorsprung mit konsequenten Beinangriffen kontinuierlich aus. Am Ende stand ein ungefährdeter technischer Überlegenheitssieg.
Zur Halbzeit führte Anger zwar noch mit 12:5, doch die Hofer hatten eindrucksvoll gezeigt, dass sie diesen Mannschaftskampf noch drehen können.

Wolny und Koran sorgen für den Ausgleich
Nach der Pause ging es Schlag auf Schlag. Neuzugang Mateusz Wolny ließ in der Gewichtsklasse bis 86 Kilogramm griechisch-römisch gegen Michel Kloucek keinerlei Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen. Gerade einmal 90 Sekunden benötigte der Hofer, um seinen Gegner mit 15:0 technisch überlegen zu besiegen. Ein eindrucksvoller Auftritt des Neuzugangs, der damit vier wichtige Mannschaftspunkte beisteuerte. Anschließend war Jiri Koran bis 71 Kilogramm griechisch-römisch gegen Sebastian Gröbner gefordert. In einem intensiven und zeitweise hitzigen Duell setzte sich Koran zunächst mit 10:2 ab. Doch sein Gegner gab sich nicht geschlagen und verkürzte noch einmal. Der Hofer behielt die Nerven, legte in der Schlussphase nach und gewann schließlich mit 14:5.
Damit war der zwischenzeitliche Rückstand aufgeholt. Beim Stand von 12:12 war der Mannschaftskampf wieder völlig offen.

Albert und Muric machen den Heimsieg perfekt
Was anschließend folgte, begeisterte die Zuschauer in der Jahnhalle. Manuel Albert benötigte gegen Benedikt Harrer in der Gewichtsklasse bis 80 Kilogramm Freistil gerade einmal 25 Sekunden. Dann hatte der Hofer seinen Gegner bereits auf beide Schultern gelegt und brachte den ASV mit 16:12 erstmals in Führung. Die Stimmung in der Halle erreichte nun ihren Höhepunkt. Lautstark feuerten die Zuschauer ihre Mannschaft an. Mit den Sprechchören „Hier regiert der ASV“ im Rücken ging Keanu Muric gegen Lorenz Hagelbauer auf die Matte. Der Hofer bestimmte den Kampf von Beginn an, setzte seinen Gegner mit wiederholten Beinangriffen unter Druck und ließ sich auch durch eine kurze Verletzungsunterbrechung nicht aus dem Konzept bringen. Schließlich belohnte sich Muric mit einem Schultersieg und sicherte dem ASV beim Stand von 20:12 vorzeitig den Mannschaftserfolg.

Gutmann setzt den Schlusspunkt
Den letzten Kampf des Abends bestritten Orlando Gutmann und Simon Resch in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm griechisch-römisch. Obwohl die Entscheidung im Mannschaftskampf bereits gefallen war, ging Gutmann engagiert zu Werke. Er kontrollierte das Geschehen, sammelte seine Wertungen und setzte sich verdient mit 6:2 durch. Damit stand der 22:12-Heimsieg des ASV Hof fest.

Geschlossene Mannschaftsleistung begeistert die Zuschauer
Nach einem denkbar schlechten Auftakt bewiesen die Hofer eindrucksvoll ihre Moral. Sieben Siege auf der Matte, darunter vier vorzeitige Erfolge, waren der Schlüssel zum Erfolg. Besonders bemerkenswert war, dass sich die Mannschaft auch vom frühen Rückstand und den Diskussionen um die Kampfrichterentscheidungen nicht aus der Ruhe bringen ließ. Einmal mehr erwiesen sich die Zuschauer in der Jahnhalle als wichtiger Rückhalt. Gerade in der entscheidenden Phase des Mannschaftskampfes sorgten sie für eine großartige Atmosphäre und trieben ihre Ringer lautstark an. Mit dem zweiten Heimsieg der Saison hat sich der ASV wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gesichert.

Auswärtsaufgabe in Nürnberg
Am kommenden Wochenende steht für die Hofer die nächste Herausforderung an. Der ASV tritt auswärts bei den Grizzlys Nürnberg an. Zwei Wochen nach dem Erfolg gegen Anger wartet dann bereits der nächste Heimkampf gegen den TSV Westendorf.