ASV Hof verpasst Überraschung knapp
Der ASV Hof musste sich beim SVS Hallbergmoos mit 14:17 geschlagen geben. Trotz der erneuten Niederlage bewiesen die Hofer Ringer, dass sie in der Regionalliga mit den etablierten Mannschaften mithalten können. Der erhoffte Mannschaftssieg war in greifbarer Nähe, am Ende fehlten jedoch wenige Punkte zum Erfolg.
Fünf Einzelsiege reichen nicht zum Erfolg
Beide Mannschaften entschieden jeweils fünf der zehn Einzelkämpfe für sich. Den Unterschied machten letztlich die höheren Wertungen bei den Siegen der Gastgeber. Während Hallbergmoos vier Kämpfe vorzeitig für sich entschied, gelang dies auf Hofer Seite zweimal.
Früher Rückstand – Hof kämpft sich zurück
Der Mannschaftskampf begann für die Hofer alles andere als optimal. In der Gewichtsklasse bis 57 kg musste sich Lion Muric gegen Ramaz Silagava nach 1:55 Minuten technisch überlegen geschlagen geben. Auch im anschließenden Schwergewicht bis 130 kg hatten die Gastgeber das bessere Ende für sich. Fabian Rudert unterlag Ahmet Bilici nach 2:43 Minuten auf Schulter. Hallbergmoos führte damit bereits mit 8:0.
Für die ersten Hofer Punkte sorgte anschließend Bekir Keser. Der frischgebackene U23-Vizewelt-meister feierte seinen ersten Einsatz in dieser Saison für den ASV Hof und ließ Matthew Obasuyi in der Klasse bis 61 kg keine Chance. Bereits nach 57 Sekunden stand sein technisch überlegener Sieg fest. Damit verkürzte Hof auf 4:8.
Auch Mateusz Lukasz Wony überzeugte in der Gewichtsklasse bis 98 kg. Gegen Ergün Aydin behielt er mit 6:0 die Oberhand und holte zwei weitere Mannschaftspunkte.
ASV-Ringer übernehmen die Führung
Keanu Muric setzte die Aufholjagd in der Klasse bis 66 kg fort. Gegen Cosngor Knipli zeigte er eine starke Leistung und sicherte sich mit einem 7:3-Punktsieg zwei weitere Zähler. Damit war zur Pause beim Stand von 8:8 der Ausgleich hergestellt.
Manuel Albert brachte den ASV anschließend erstmals in Führung. In der Gewichtsklasse bis 86 kg setzte er sich gegen den sehr passiv agierenden Michael Prill souverän mit 7:0 durch. Hof lag nun mit 10:8 vorne.
Im folgenden Kampf bis 71 kg musste Felix Marek gegen Maximilian Anthofer eine denkbar knappe 8:9-Punktniederlage hinnehmen. Da der Gastgeber dafür nur einen Mannschaftspunkt erhielt, blieb der ASV mit 10:9 in Führung.
Weltklasse-Ringer leitet für Hallbergmoos die Wende ein
Doch die Gastgeber hatten für die beiden abschließenden Begegnungen starke Ringer aufgeboten. In der Gewichtsklasse bis 75 kg A stand mit Kristupas Sleiva ein internationaler Spitzenringer auf der Matte. Der Litauer, der 2021 WM-Bronze gewann und weiterhin zur Weltklasse zählt, hatte seinen ersten Einsatz für Hallbergmoos. Gegen Jiri Koran demonstrierte er eindrucksvoll seine Klasse und gewann bereits nach 51 Sekunden technisch überlegen.
Damit verkürzten die Gastgeber auf 13:14 und die Entscheidung musste im letzten Kampf fallen.
Hier traf Bünyamin Satar in der Klasse bis 75 kg B auf Jan Madejczyk. Der Hallbergmooser setzte sich nach 2:55 Minuten technisch überlegen durch und sicherte seinem Team damit den knappen 17:14-Mannschaftserfolg.
Starke Leistung macht Mut – der Anspruch bleibt höher
Die Enttäuschung bei den Hofern war nach dem letzten Kampf verständlicherweise groß. Nach einem frühen 0:8-Rückstand hatte sich die Mannschaft eindrucksvoll zurückgekämpft und den Tabellendritten an den Rand einer Niederlage gebracht. Wie schon eine Woche zuvor gegen den Spitzenreiter fehlte am Ende nur wenig zum Erfolg.
„Wir haben einmal mehr gezeigt, dass wir in der Lage sind, auch die Spitzenmannschaften dieser Liga zu schlagen. Vergangene Woche haben wir nur knapp gegen den Tabellenführer verloren, jetzt haben wir dem Tabellendritten einen großen Kampf geliefert. Natürlich wäre uns ein Sieg lieber gewesen. Aber angesichts unserer anhaltenden personellen Probleme können wir mit der Leistung der Mannschaft durchaus zufrieden sein“, zog Trainer Fabian Rudert ein insgesamt positives Fazit.
Vier ASV-Mannschaften am Samstag auf eigener Matte
Am kommenden Kampftag stehen für den ASV Hof gleich vier Heimkämpfe auf dem Programm. Die erste Mannschaft empfängt den SC Oberölsbach, die zweite Mannschaft trifft auf den TSC Mering und die dritte Mannschaft bekommt es mit der zweiten Vertretung des ATSV Kelheim zu tun.
Auch die Schülermannschaft wird auf eigener Matte antreten. Nachdem der KSV Hof um eine Verschiebung des ursprünglich angesetzten Mannschaftskampfes gebeten hatte, wird nun der Nachholkampf gegen den RSC Rehau ausgetragen. Für die Verantwortlichen bleibt die Terminplanung allerdings eine Herausforderung. Bereits zum dritten Mal musste der ASV auf Wunsch eines Gegners einer Verlegung eines Heimkampfes zustimmen. Die Möglichkeiten, weitere Nachholtermine zu finden, werden zunehmend knapp.